Norbert Schießl hat den Goldsteig Ultrarace gefinisht – Meeting am 6. März im Loryhof

Norbert Schießl hat als erster Österreicher den längsten Lauf Europas bezwungen. Der Goldsteig geht über 665 Kilometer und 23.400 Höhenmeter. Wie es dazu kam und was er dabei erlebte, das können Interessierte bei einem Vortrag mit kaltem Vitalbuffet am Donnerstag, den 7. März um 19 Uhr im Loryhof erfahren. Alle Infos und Buchungen bei Norbert Schießl oder im Loryhof.

Der Goldsteig

Wer noch weiter nördlich in Bayern starten will, für den ist der Goldsteiglauf genau die richtige Adresse. Michael Frenz bietet drei Distanzen an: 661 km, 488 km und den „Bambinilauf“ über 166 km.

Der Goldsteig ist ein Prädikatswanderweg, der seine Wegführung alten Säumerpfaden verdankt. Auf diesen Pfaden wurde Salz als „Gold des Mittelalters“ von mutigen Transporteuren von Bayern nach Böhmen gebracht.

Beginnend im Fichtelgebirge in Marktredwitz führt uns der GPX-Track zunächst hauptsächlich über  den Burgenweg, was an Burgen und auch Ruinen am Weißen Stein, in Falkenberg, Leuchtenberg, Tännesberg, am Wildenstein und in Thanstein deutlich wird. Die vergleichsweise angenehmen Laufwege des Oberpfälzer Waldes werden beim Übergang in den Bayerischen Wald  schon herausfordernder. Bis Passau bezwingt der Läufer nacheinander unter anderem den Klammerfelsen, den Reiseck, den Hohenbogen, den Kaitersberg, die „Acht Tausender Tour“ mit dem Schwarzeck und dem Großen Arber, die Alpe, den Haidl und den Dreisessel.

Von Passau führt uns der Goldsteig zurück über das Ilztal, den Brotjacklriegel, den Predigtstuhl und Pröller bei St. Englmar über Pilgramsberg, Wiesenfelden bis zum ersehnten Ende in Neunburg vorm Wald. Diesen Lauf gibt es seit 2014 und zieht mittlerweile Läufer aus aller Herren Länder an.

Wie ist das überhaupt zu bewältigen? In der Ruhe liegt die Kraft! Wer zu schnell startet, ist auch ganz schnell raus. Daher sind eher die Teilnehmer erfolgreich, die den Lauf mit guter Organisation, Durchhaltevermögen und einer durchdachten Renn-Einteilung absolvieren. Und außerdem muss der Läufer eine Woche Zeit mitbringen. Schneller geht’s halt nicht.

Von Wolfgang Gunsenheimer
erschienen in der Bayerischen Laufzeitung 2018