Laufen in Südtirol: TOP7-Laufserie macht Station beim Klassiker Meran-Algund

Von Erwin Fladerer und Rosi Ober

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Meran, 4./5. Mai 2019 – 

Eine Kurzreise zum Half Marathon Meran-Algund hat  Läuferherzen schon immer höher schlagen lassen. Auch wenn der Termin jetzt weiter auf Anfang Mai verschoben wurde und der bekannte „Apfelblütenlauf“ damit Geschichte ist, hat Südtirol im Allgemeinen und Meran-Algund im Besonderen immer etwas zu bieten. Auch an diesem Wochenende der 26. Austragung des Frühjahrs-Klassikers. Eingebettet in die besonderen klimatischen Vorzüge der Gegend erwartete Veranstalter und Teilnehmer ausgerechnet am Veranstaltungstag ein windiger und regnerischer Tag. Doch selbst die äußeren Umstände können den bunten und meditteranen Rahmen von Meran und Algund nichts anhaben. Das Organisationskomitee mit Martin Sanin hat ohnehin alles vorbereitet, was eine Reise zum Half Marathon Meran-Algund, der durch einen Fitness Run und einen „Run4Fun“ ergänzt wird, für deutsche, bayerische und österreichische Läuferinnen und Läufer schmackhaft macht.

Was Peppi Larcher (+ 15.05.2009) vor 26 Jahren begonnen hat, wird hier vorbildlich weiter geführt. Das Ehrenkomitee mit Präsidenten, Kommissären und vielen anderen Ehrenbürgern liest sich wie ein Aufmarsch von Würdenträgern und Botschaftern der Region – extra für die Läufer. Und wenn die früher dominanten Schwarzafrikaner mit Streckenrekorden (Männer Paul Landa 1:00:55 Std. – Frauen Mrisho Zakia Mohamed 1:11:23 Std.) heute nicht mehr unterwegs sind, bedeutet dies nur, dass Läufer wie Du und Ich hier die Hauptrolle spielen.  Mit 1000 Anmeldungen liegt man in der Gunst  der Teilnehmer und ist zudem ein wichtiger Teil der TOP-7-Laufserie in Südtirol.

Startphase mit der Siegerin Andrea Weber (9), der Zweiten Nicole Dürst (278) und der Fünften Edeltraud Thaler (10)

Der Leistungsbereich einer Strecke, die nach einer Meraner Stadtrunde durch die Obstwiesen hinauf nach Algund und wieder zurück führt, reicht diesmal von 1:08:58 Std. des Siegers Ousman Jaiteh und einer 1:24:14 der Siegerin Andrea Weber bis zu den zweieinhalb Stunden derer, die hier nur dabei sein wollten. Ergänzt wurde die Beteiligung von 234 Fitnessläufer über 12,5 Kilometer und 75 „Run4Fun“-Teilnehmer über 4,2 Kilometer.

 

 

 

 

 

 

Pacemaker mit Hermann Achmüller (439)

 

Einen ausgezeichneten Job als Pacemaker machten diejenigen in knallgelben Shirts „die Laufboutique“ für Endzeiten von 1:30, 1:35, 1:40, 1:45, 1.50, 2.00 und 2.15 Stunden. Lustig und gut drauf waren sie zudem, wie der Südtiroler Klasseläufer Hermann Achmüller, der eine Gruppe auf 1:30 begleitete. Im Ziel wartete eine begeisterte Moderatorin. Sie vermittelte trotz des ungemütlichen Wetters beste Stimmung und interviewte  Sieger und Platzierte sowie jene, die schon zum 24., 25. Und gar 26. Mal hier am Start waren.  Bruno Faraboschi gehörte zu den Treuesten der Treuen und landete mit siebzig Jahren in 1:48:37 Std. wieder einmal auf dem Siegerpodest.

 

 

Bruno Fabioschi

Bereits am Vortag herrschte bei Sonnenschein reges Treiben auf der Kurpromenade. Das Marathonfest verzeichnete großen Zulauf bei Gastronomieständen mit Südtiroler Spezialitäten. Und genau hier treffen sich die Läufer zum „Warm up“. Selbst der Obstbauer Haller vom Bodensee schickte seine Läuferinnen und Läufer ins Mekka der Südtiroler Apfelregion.