In Bad Füssing drehte sich alles um den Sport

FIFA & Bundesliga Schiedsrichter Babak Rafat hielt einen emotionalen Vortrag

Sportkongress zum Thema „Brennpunkt Hüfte“


Sportsymposium mit Babak Rafati 

Aussteller rund um den Laufsport


Im August geht`s weiter mit der BR-Radltour

Von Erwin Fladerer und Rosi Ober

Alle Infos hier
Eine BIldergalerie hier

Bad Füssing, 2./3. Februar 2019 – Vier Wochen bevor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Rahmen der „Bad Füssinger Gespräche“ in Europa`s größtem Kurort ist, fand im Rahmen des Johannesbad Thermen Marathon Wochenendes –wie immer- ein Sportkongress für Ärzte und Therapeuten statt. Diesmal zum Thema „Brennpunkt Hüfte“ mit Vorträgen und Workshops. Weitere Infos auf www.der-sportkongress.de . 

Babak Rafati – Alles hat zwei Seiten

Vorweg muß ich meine Meinung zum Thema des Sportsymposiums beim diesjährigen Thermen Marathon gleich revidieren. Spricht ein Fußball Schiedsrichter hier die Läufer an? Ja, er tat es. Und wie! Babak Rafat, ehemaliger FIFA- und Bundesliga Schiedsrichter eroberte mit seinem Vortrag zum Thema „Alles hat zwei Seiten – Die Höhen und Tiefen des Spitzensports – Vom Hinfallen und  wieder Aufstehen“ die Aufmerksamkeit eindrucksvoll. Als es nach zwei Stunden zur jährlichen Nudelparty im Johannesbad ging, sagte ich zu Günter Zahn, dem Läufer und Trainer: „Dieser Vortrag von Babak Rafati war gut“. Wobei er mir entgegnete: „ Er war sehr gut“!

Und das begann bereits mit der Anmoderation durch Peter Maisenbacher im Laufschritt, wenigen aber ausgewählten Worten und der Überleitung zu einem Film, der es in sich hatte.  Er charakterisierte schon vorweg den Schiedsrichter und Menschen Babak Rafati. Sportlich, läuferisch, einfühlsam den Spielern gegenüber, stark in den Entscheidungen. Von der ganzen Fußball Bundesliga bis zu den europäischen Giganten von Real Madrid und FC Barcelona mit seinen Stars wie Ronaldo, Messi, Reus, Müller &Co reichte der Spannungsbogen. Wen haben wir Läuferinnen und Läufer da vor uns? Einen sportlich Prominenten, der auf dieser Bühne des Fußballs aber auch den Absturz erlebte. Warum?

Wie Stress und Leistungsdruck den Menschen kaputt machen

Warum konnte der vor Selbstbewusstsein als rigoroser, aber auch als einfühlsam strotzender  Schiedsrichter zum Selbstmörder werden? Sich vor seinem 85. Bundesligaspiel Köln gegen Mainz am 19. November 2011 in der Badewanne seines Hotelzimmers das Leben nehmen wollen? Jetzt weiß er es, nennt uns die Hintergründe. Und vor allem, wie man es besser macht. Den Umgang mit der heutigen Welt, die vor Druck und Stress keine Zeit zum Atmen lässt. Und damit Krankheiten hervorruft, dies bisher nicht oder nicht in diesem Maße gab. Krankheiten mit schleichenden Prozessen, denen man als normaler Mensch nicht gewachsen ist? Das kann, wie auch bei Rafati geschehen, bis zum Dauer-Mobbing in der Öffentlichkeit reichen. Ob körperliche oder wie im Fall von Babak Rafati psychische Probleme soweit gedeihen können, dass es kein Zurück gibt? Körpersignale vor dem Finale gibt es, doch sie werden weggedrückt. Heute weiß er die Lösungen, die Probleme, die es immer schon gab und immer wieder geben wird, im Vorfeld richtig anzusprechen und damit zu behandeln. Nicht der Chef, der nicht verstandene Mensch, die Sache oder die Situation um die es geht, ist der Grund, sondern wie ich damit umgehe. Damit nie das Gleichgewicht verliere, ich manche Dinge einfach von mir abprallen lasse.

Das Leben wäre so einfach

Wenn der Mensch mehr über sich selbst und das Zusammenspiel wüsste. Doch häufig lernt man das häufig erst aus immens großen Erfahrungen oder schweren Krankheiten, aus Situationen kurz vor dem Tod. Deshalb verstehe ich das nach zwei Herzinfarkten und dem Glück immer noch laufen zu können vielleicht besonders gut, wie Babak Rafati heute tickt. Klarer leben ist das Ziel, Unwichtiges von Wichtigem zu unterscheiden. Babak Rafati hatte Glück. Glück für`s Leben. Nennt er deswegen den Titel seines Buches „Ich pfeife auf den Tod“? Denn nach dem Abgrund und der folgenden  Therapie stand für ihn eines wieder im Vordergrund: wieder laufen zu lernen, sich im Leben selbstbewusst bewegen zu können, ein überzeugt lebender und handelnder Mensch zu werden. Und vor allem noch eines: den Gefahren der Welt keine Chance lassen!

 

 

 

 

Königlich laufen und erholen am Bayerischen Meer

Sportutensilien da und brandneue Laufangebote dort. Im Foyer des Johannesbad drängten sich die Interessenten, schon bevor es zur Startnummernabholung oder in die Therme ging. Besondere Aufmerksamkeit erlebte der Stand des brandneuen HERRENCHIEMSEE LAUFES. Warum denn das? Die Lauflandschaft ist so große, aber einen Lauf auf einer Insel im Binnenland gab es noch nie. Den wird es aber am Wochenende des 27./28. April 2019 am Chiemsee geben, wenn die Marktgemeinde Prien zusammen mit dem MÜNCHEN MARATHON diesen Lauf auf der Insel Herrenchiemsee veranstaltet. Ein Halbmarathon auf der Insel. Nein zwei Halbmarathonläufe! Schon das ist eine Herausforderung, sie anzunehmen. Und damit in einer Marathonwertung einzugehen. Start am 27. April am frühen Abend und am 28. April am Morgen. Die Plätze sind auf 1000 Starter pro Wettbewerb limitiert. Also ran: www.herrenchiemseelauf.de. Und die passende Übernachtung, den Aufenthalt mit See- und Bergblick gibt es hier: www.tourismus.prien.de, www.camping-harras.de.

Bevor es am 2. Februar 2020 mit dem 27. Johannesbad Thermen Marathon weitergeht, stellt sich Bad Füssing als Zielort der 30. BR-Jubiläums-Radltour ein. Sie findet vom 28. Juli bis 3. August 2019 von Bad Staffelstein (Startort) über Hollfeld, Lauf an der Pegnitz, Schwandorf und Deggendorf (Etappenorte) nach Bad Füssing (Ziel- und Abschlussort am 2./3. August 2019) mit 1100 Radlern auf 550 Kilometer quer durch Bayern statt. Weitere Infos auf www.br-radltour.de