Aschau macht den Anfang der Silvesterläufe – Tina Fischl und Filmon Abraham sind die Sieger eines winterlichen Rennens

Die Sieger Tina Fischl und Filmon Abraham

Von Erwin Fladerer
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Licht aus – Stimmung an
Mit diesem Slogan wirbt der Aschauer Vorsilvesterlauf bereits im neunten Jahr für das Rennen des Jahres. Der sportliche Ort macht damit den Anfang der vielen Silvesterläufe und hat mit seinem Konzept wenige Tage vor dem Jahreswechsel immer ein volles und sportlich hochwertiges Rennen. Und ihr Slogan trifft voll zu. Aschau schaltet viele Lichter aus, versprüht Stimmung mit Laternen, Fackeln und offenen Geschäften und hat mit dieser Mischung aus Glühweinparty und viel Musik an der Strecke ein Rahmenprogramm, das seinesgleichen sucht. Selbst bei diesem Wetter Anno 2017, das einen Hauch von Sibirien mit Schneesturm bei gemessenen 2 Grad minus und gefühlten 10 Grad Minus hatte. Größtes Lob verdienten sich dabei die Musikgruppen und der Moderator Gert Hänsel. Und natürlich die Zuschauer, die trotzdem in sehr großer Zahl an der Strecke standen. Die Läufer durften sich aus eigener Kraft erwärmen und in zwei Läufen jeweils drei Runden mit einer Gesamtdistanz von 5 Kilometern durch Aschau drehen. Dass sich dabei Jahr für Jahr ganz schnelle Rennen entwickeln, stand schon lange bei Durchsicht der Teilnehmerlisten fest. Die Rennen waren ausgebucht und zahlreiche Asse standen im Kossmann-Nachtlauf an der Startlinie. Im Ziel war es letztlich doch eine klare Sache für Filmon Abraham (LG Telis Finanz Regensburg) in 15:29 Minuten und für Tina Fischl (WSV Otterskirchen) nach einem schnellen Finish in 18:21 Minuten.

Aschau is a Schau 
ist ein weiterer Spruch aus der Chiemgaugemeinde – und das ein ganzes Jahr lang. Der Gewerbeverein hat mit dem sportlichen Ausrichter des Lauffeuer Chiemgau einen wunderbaren Jahresabschluss geschaffen. Und Bürgermeister Peter Solnar gab den Startschuss für die nächtlichen Rennen, angefangen von den Kindern bis zu den Assen mit insgesamt über 700 Teilnehmern. Auch der Vorsitzende des Aschauer Gewerbevereins, Rainer Küblbeck ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein – sogar im 5er-Schnitt! Trotz der winterlichen Bedingungen hatten Sephan Danhauser, Harald Przybilla, Gertraud Köppl und Daniel König von der Führungsriege des Lauffeuer Chiemgau die Organisation fest in der Hand.  Die flache  und fast komplett geteerte Strecke war gut zu laufen, wenn nicht der Wind als Bremse für noch bessere Zeiten verantwortlich war.

Die Spitze
Filmon Abraham, der vom Rupertiwinkel zur LG Telis Finanz Regensburg gewechselt war, hatte in seinem Sog eine ganze Reihe von Sieganwärtern. Auf dem Siegerpodest standen mit ihm dann noch Hannes Burger (LC Buchendorf, 15:36) und Jonas Götte (LG Kreis Ahrweiler, 15:38), dahinter Nick Jäger, (TSV Penzberg, 15:52), Julian Erhardt (Triathlon Grassau, 15:53) und Heiko Middelhoff (LAC Quelle Fürth, 16:15).
Bei den Frauen legte Therese Feuersinger (Wave Tri Team TS Wörgl) zunächst ein schnelles Tempo vor und sah schon fast wie die sichere Siegerin aus. Rechnete sie nicht mit der ausdauernden, aber immer noch schnellen Tina Fischl (WSV Otterskirchen)? Sie hatte das besserre Finish und gewann in 18:21 Minuten vor Feuersinger (18:29) und Elisabeth Knott (PTSV Rosenheim, 19:04). 

Abschied von Karl Scheuring
Es kam überraschend, für ihn aber scheinbar geplant. Mit dem Jahresabschluss 2017 beendet Karl Scheuring vom PTSV Rosenheim seine aktive Karriere. Der Riederinger stand seit seinem 13. Lebensjahr und damit über 60 Jahre in Laufschuhen und meisterte eine Vielzahl von Rennen, brachte sich aber in diesen Jahrzehnten immer in die Organisation des PTSV Rosenheim und vieler Veranstaltungen ein. Servus Karl – wir werden Dich vermissen, aber immer wieder gerne an der Strecke willkommen heissen!