50. Ebbser Koasamarsch – Wenn Trailrunner und Wanderer Hand in Hand gehen

Moritz auf der Heide gewinnt den Koasa Jubiläums Ultralauf

Bayerische Laufzeitung, 15. Juni 2019

Von Erwin Fladerer und Rosi Ober

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Ebbs in Tirol, 15. Juni 2019 – Es ist 7.00 Uhr morgens, die Organisatoren sind längst hellwach und haben alles für das 50. Jubiläum des Koasamarsches vorbereitet. Der Moderator reibt sich nicht den letzten Schlaf aus den Augen, sondern hat bereits das erste Briefing für die Teilnehmer des neuen KOASA Jubiläums Ultralaufes hinter sich. Sie machen sich schon ganz früh auf den Weg ihrer 52,4 Kilometer langen Strecke. Wissen auch, dass ihnen dabei 3450 Höhenmeter bevorstehen. „Wunderbar, genau das wollen wir, sagt Ingrid Knollhuber, eine derer, die gerne stundenlang in den Bergen unterwegs sind.   
Der Countdown lief bereits seit der 49. Ausgabe im letzten Jahr. Wanderer und Trailrunner stehen für die Kultveranstaltung „Ebbser Koasamarsch“ in den Startlöchern. Am 15. Juni 2019 fand nun die 50. Auflage samt KOASA-Jubiläums-Ultralauf statt.

 

 

 

Seit einem halben Jahrhundert lockt die Veranstaltung naturbegeisterte Menschen aus nah und fern ins Kaisergebirge. Dank der langersehnten sommerlichen Temperaturen und einer optimalen Vorbereitung des Organisationsteams – bestehend aus dem Wintersportverein Ebbs und dem TVB Kufsteinerland – sind die Strecken in einem Top-Zustand. Neben Wanderfans hat sich der Kultmarsch seit einigen Jahren auch einen festen Platz im Kalender von Trailrunnern gesichert. Jürgen Sevignani und Andreas Moser mit ihren vielen Helfern haben die Zeichen der Zeit erkannt und seit vier Jahren das Trailrunning in das Programm aufgenommen. Mit Erfolg, denn heute stehen sich 50:50 Läufer und Wanderer gegenüber. Mehr noch, sie gehen praktisch Hand in Hand und mit gegenseitigem Respekt auf dieselbe Strecken. Ob laufend oder im Marschtempo – alle Teilnehmer erwarten eindrucksvolle Streckenführungen in einem der schönsten Gebirge der Tiroler Alpen. Während die schroffen Felsen des Wilden Kaisers im Sichtfeld thronen, können sich die Sportler je nach Leistungsniveau auf insgesamt sieben, abwechslungsreichen Distanzen austoben. Die Strecken im Überblick:

Trailrunning

KOASA-Jubiläums-Ultralauf: 52,4 km und 3.450 hm

KOASA-Classic Run: 33 km und 1.730 hm

KOASA-Halbmarathon: 21,1 km und 1.000 hm

 

Wandern

40er Wanderung: 33 km und 1.730 hm

20er Wanderung: 21,1 km und 1.000 hm

KOASA-Marsch Talwanderung „12er“: 12 km und 50 hm

KOASA-Marsch Talwanderung „5er“: 5 km und 10 hm

Der Halbmarathonsieger aus Ebbs: Dominik Matt (679, Mitte)

Die Uhr zeigt 9.00 Uhr, die Ultras sind bereits seit zwei Stunden auf den Beinen, bevor sich jetzt die knapp 200 Classic Runner für ihre 33 Kilometer und 1730 Höhenmeter fertig zum Start machen. Wieder zwei Stunden später die größte Gruppe der Halbmarathonläuferinnen- und läufer. Insgesamt sind bei der Jubiläumsausgabe 1250 Teilnehmer dabei – Rekord! Die Stimme des Sprechers hier mitten im Dorf Ebbs im Kufsteiner Land kommt aus Bayern. Gert Hänsel`s „Markenzeichen“ ist wohl einer der seltensten Auszeichnungen eines Moderators überhaupt. Er moderiert keine Veranstaltung, deren Strecken er nicht schon selbst gelaufen ist. Und sei es aus der zeitlichen Not geboren noch am Vortag. Wir stehen in Oberbuchberg, etwa zwei Kilometer vom Start hoch über Ebbs. Die Stimme des Sprechers trieb der leichte Wind bis hier herauf. Hat er den Trailrunnern den Marsch geblasen, ehe es hier über den „Musikantensteig“ zur Vorderkaiserfeldenhütte geht? Ein satter Beginn mit fast 1000 Höhenmetern auf den ersten fünf Kilometern!

Wanderer kennen den Bodenalmweg, die Hochalm und das Stripsenjochhaus, die Kaindlhütte und die Duxer Alm.  So weitläufig sind die Trailrunner heute am Wilden Kaiser unterwegs. Viel bergauf, aber genau soviel wieder herunter. Das Finale aller Strecken beginnt auf dem schattigen und flachen Weg am idyllisch gelegenen Wirtshaus zur Schanz vorbei. Kaiserwald und Schanzer Wände sorgen an diesem schwülwarmen Tag für ein wenig Abkühlung. Den etwas langsameren Teilnehmern begegnet hier noch ein erfrischender Regenschauer.

Im Ziel werden Wetten ausgehandelt. Welcher Sieger der im Zweistundentakt gestarteten Teilnehmer über 21, 33 oder 52 Kilometer wird als Erster hier mit Applaus empfangen? Es ist Adrian Niski (Adidas Terrex), der nach 3:30:24 Std. den Koasa Classic Run über 33 Kilometer gewinnt.  Anschließend gewinnt Dominik Matt (Matt Gruppe) in 1:50:09 Std. den Halbmarathon und wird empfangen wie ein Koasa-König! Er ist hier Daheim, ein Ebbser.  Das komplett überdachte „Zielstadion“ ist schier aus dem Häuschen, als der Sieger des Jubiläums-Ultralaufes kommt. Moritz auf der Heide (LAZ Puma Rhein Sieg) wirkt dermaßen gerührt, dass er nach sieben Monaten Verletzungspause diesen Lauf gewinnen durfte. Das Stadion erweist ihm eine große Ehre.

Halbmarathonsiegerin aus Bayern: Amelie Gugglberger

Was wäre der Koasa ohne die Frauen? Amelie Gugglberger (PTSV Rosenheim) gewinnt den Halbmarathon in 1:59:09 Std.,  Kordula Mairhofer (LC Basecamp Wipptal) den Classic Run in 4:42:59 Std. und Marie-Luise Mühlhuber (TEAM) den Ultralauf in 8:07:35 Std.

Fragt man im Ziel abschließend die von der Strecke gezeichneten Teilnehmer, welche Passagen nun die schwierigsten waren, so lagen die Antworten einhellig bei den bergab und flach führenden Streckenabschnitten. Keine/r gab den immens steilen Beginn der Trails an. Damit hatte sich das internationale Teilnehmerfeld mit vielen Startern auch aus Deutschland und Bayern die Zielverpflegung verdient, die immer ankommt: mit Bier aus Bayern!

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Das Kufsteiner Land

Das Rauschen des Baches kommt ganz aus der Nähe. Der Geruch von frisch gemähtem Gras liegt in der Luft. Ringsum die Tiroler Bergwelt des Kufsteinerlandes. Weicher Waldboden. Jeder Schritt ein Genuss. Unzählige Laufkilometer verteilt über die naturnahe Festungsstadt und die acht malerischen Dörfer lassen das Sportlerherz höher schlagen. Erfrischende Seerunden. Sanfte Waldwege. Für Genuss- und Profisportler.

Die Natur laufend erkunden

Lauf- und Walkingrouten mit einer Gesamtlänge von rund 300 Kilometern machen das Kufsteinerland zur größten Lauf- und Nordic Walking-Region Tirols. Über 50 beschilderte Routen. Ausgewogene Rundstrecken mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden. Am Tal dem grünen Inn entlang, idyllisch rund um den See. Sportlich anspruchsvoll geht es hinauf in die Tiroler Bergwelt des Kufsteinerlandes. Joggingrouten. Trailrunning-Strecken. Wer den Wettkampf sucht, findet im legendären Koasamarsch mit dem Marathon und Halbmarathon herausfordernde Bergläufe.

Nordic Walking durch das Kufsteinerland

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