Teams in Bewegung trotzen dem Sauwetter – eine sportliche Feierabendgaudi auf dem Hasenöhrlhof

Von Erwin Fladerer

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Geitau, 22. Mai 2019 – Ich kenne den Hasenöhrlhof in Geitau nur bei schönem Wetter. 65 Kilometer von München und unweit von Rosenheim liegt der beschauliche Ort der Gemeinde Bayrischzell und den Bergen ganz nahe. Heute sieht man nur Wolken, sie verschleiern den Blick auf die gewohnte  Umgebung.  Dennoch strahlt hier in Geitau der Hasenöhrlhof mehr als zu seiner Gründerzeit vor 500 Jahren. Die Tagungslocation mit einem fantastischen Outdoor Areal hat die Läufer bereits zum siebten Mal hierher eingeladen. Zu einem ganz besonderen Event. Es nennt sich „Teams in Bewegung“ und spricht vor allem Firmen mit ihren Mitarbeitern an. Denn schon längst haben sie erkannt, dass sportliche Mitarbeiter und auch Chef`s motivierter und leistungsfähiger sind, wenn sie auf gesunde Bewegung setzen. Firmen- und Behördenlauftreffs bilden sich, um die berufliche und persönliche Gesunderhaltung zu fördern. Frank Hasenöhrl gefällt das und stellte diese Veranstaltung auf die Beine. Und immer war sie ausgebucht, auch diesmal gab es schon Wochen vorher keinen der 999 Startplätze mehr.

Was mich heute bei diesem Sauwetter dann doch komplett überraschte, war die Stimmung. Die den sonnigen Tagen der Vorjahre in nichts nachstand. Die sportliche Feierabendgaudi konnte beginnen. Mitten in der Woche, nach Dienstschluss nahm Landrat Wolfgang Rzehak die Pistole zum Startschuss in die Hand. Schon vorher hatten sich die kleinen, vor allem aber die großen Firmenläufer zu einem Gruppenfoto versammelt und sich darauf eingeschworen, es gemeinsam zu schaffen. Vor ihnen lag eine 5,4 Kilometer lange Strecke, die für die einen kurz und damit ein Tempolauf, für andere der persönliche Marathon wurde.

Da standen sie nun, nicht zu übersehen die größten Teams

SALUS Haus (66), Airrunners (49), Cohu (49), RKW (47), Team SEP (26), ROS (25), Miesbacher Gastroservice (22), Anita (20), Bosch Ingeneering Holzkirchen (20), Luye Pharma AG (19), Raiffeisenbank im Oberland (18) oder Spin Runners (18). Ich sah viele neue Unternehmen, bekannte Gesichter. Wo war diesmal Gabor?

Eine Naturrunde, die nicht nur bei Sonne schön ist

Moderator Gert Hänsel kennt die Szene und wäre zu seinen besten Zeiten in der heutigen Spitzengruppe zu finden gewesen. Deshalb konnte man seinen Worten Glauben schenken, seine Motivation aufnehmen und seinen Gesprächspartnern gern zuhören. Fotografen zückten ihre Kameras, auch dann als sich die Mitarbeiter des Hasenöhrlhofes von einer ihrer besten Seiten zeigten – sportlich und lustig, die dritte folgte erst nach dem Lauf. Gleich nach dem Start mitten durch den Hasenöhrlhof ging es zunächst durch das Dorf. Und siehe da, die Bewohner und Feriengäste waren auch bei diesem Wetter nicht in ihren Häusen, sie saßen draußen auf ihren Bänken und spendeten fleißig Applaus. Sie wußten ja, selbst würden sie diesen Lauf nicht schaffen. Doch Motivation macht Beine. Denn die Strecke ist ein wenig tückisch. Man sieht die Steigung auf den ersten beiden Kilometern nicht, man spürt sie lediglich in den Beinen, die Lunge pfeift. Geht es tatsächlich aufwärts? Nur ein wenig höher liegt noch Schnee, wir passieren die Gödenbaueralm und die Heubergalm. Manche haben keinen Blick dafür, nur noch weiter, und weiter. Doch dann am Alpbach entlang eine erste Abwärtspassage. Es muß also vorher bergauf gegangen sein! An der Ecke Klarer kommt wieder Beifall auf und unterwegs sehe ich weitere Fangruppen, vor allem für die Airrunners. Als wir nach der Naturrunde wieder ins Dorf zurück kommen, tickt die Zeitmessung von Tiger-Timing, und die Stimme von Gert Hänsel ist nicht zu überhören, der nahezu jeden Finisher nennt.

Ist die Stimmungslage nach Erreichen des Ziels wieder so wie vorher?
Ein wenig anders, aber keineswegs getrübt wie der Himmel an diesem Tag. Manche sind geschafft, andere  freudig erleichtert, Arbeitskollegen fallen sich um den Hals. Die Party kann weitergehen. Im Startgeld inkludiert sind Geschenke von Salus, Monte Mare, vom Hasenöhrlhof für die Sonntagswirtschaft und von Herbaria. Sie sind 100 Jahre jung und feiern vom 13. bis 15. September 2019 ein spektakuläres Festwochenende. Und zum Abschluss hat die Hasenöhrlküche mit einem Salatuffet, mit einer wirklich leckeren Nudelpfanne und Marillenknödeln aufgezaubert, dazu Getränke von Adelholzener und Maxlrainer Bier. Dann ist auch der Eisschnitzer fertig, der die Pokale für die Siegerehrung pünktlich und glasklar lieferte.