20. Achenseelauf: Ein nasses Jubiläum sorgt für sonnige Gemüter

Vom Start weg in Führung: der Sieger des 20. Achenseelaufes – Manuel Innerhofer

Bayerische Laufzeitung, 8. September 2019

Von Erwin Fladerer

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20. Achenseelauf: Ein nasses Jubiläum sorgt für sonnige Gemüter

Trotz des Dauerregens am heutigen Achenseelauf sorgte dieser für sonnige Gemüter unter den Läuferinnen und Läufern und noch mehr bei den Verantwortlichen und Organisatoren unter Leitung von Josef Hausberger, Bürgermeister von Pertisau und Obmann des Laufteam Achensee. Denn zum 20. Jubiläum kam eine Rekordteilnehmerzahl und besonders viele aus Deutschland und Bayern, um dieses Jubiläum bei einem der schönsten Panoramaläufe in Österreich mitzuerleben. Hier – am Achensee, der grundsätzlich schon ein beliebtes Ausflugs-und Urlaubsziel ist, zusätzlich noch zum Septemberanfang, wenn seit zwanzig Jahren der Achenseelauf stattfindet. Hier – wo es 183 Kilometer beschilderte Lauf- und Walkingstrecken gibt. Hier – wo z.B. unter vielen erstklassigen, aber auch sehr familiären Hotels wie „Das Rosenegger“, eine wirklich gute Adresse für Läuferin ist. Mit tollem Zirbenduft, einem großartigen Wellnessbereich, und vor allem direkt bei Start und Ziel.

Die Wettkämpfe des Zweitage Event wurde mit den Kinderläufen (123 kosteten die Rennstrecken aus) eröffnet. Denen folgte der Fitnesslauf über 10 Kilometer. „Ich bin dabei auf dem Dreirundenkurs durch Pertisau, der natürlich auch am See entlang führt. Und immer wieder auf und ab geht. Ganz schön anstrengend finde ich in meinem 42. Laufjahr und bei meinem 940. Wettkampf. Aber so ist es halt in den Bergen. Ein Stück weit helfen mir die vielen Zuschauer, die Kinder beim fleißigen Abklatschen und die Musik, die vom abendlichen Gottesdienst aus Kirche schallt. Nur in der dritten Runde vermisse ich sie. Die Messe war schneller aus als ich im Ziel. Doch da sind Lisa Egger (39:26 Minuten) und vor allem Marco Kraißer (33:41 Minuten) als Sieger w/m schon längst im Ziel“.

Die Siegerin Jane Wanja Nganga

Sonntagmorgen. Lausige sieben Grad und leichter Nieselregen. Der prognostizierte Schneefall bis 1400 Meter herunter wird uns wohl nicht überraschen. Der Achensee liegt auf etwa 1000 Meter. Eine tolle Idee bietet das Laufteam Achensee für Zuschauer an, den Rennverlauf rund um den Achensee mit dem Schiff zu verfolgen. Besonders heute von Vorteil, denn der Nieselregen wird zum kräftigen Dauerregen. Auch die vielen langjährigen Sponsoren sind mit einem Rundfahrtschiff eingeladen, dem Jubiläum beizuwohnen. Glückwunsch!

Sie sehen eine deutlich voranstürmende Siegerin Jane Wanja Nganga, die am Ende in 1:37:28 Std. für die 23,2 Kilometer Strecke klar vor Stephanie Hirschvogel (1:45:33) und Sarah Fechtig (1:45.46) gewinnt. Ebenso deutlich siegt Manuel Innerhofer, der in diesem Jahr in bestechender Dauerfform in 1:20:53 Std. vor den beiden schwarzen Läufern Ronald Ngigi Kariuki (1:23:23) und Gilbert Kiprotich Kemoi (1:24:32). Die Zahl derer, die sich für den Achenseelauf entscheiden ist konstant bis steigend. Das hat mit der Landschaft, mit den Bergen, dem See zu tun. Das ist vor allem auch eine Streckenführung, die man nicht überall erlebt. Kleine Zuschauer Hotspots wechseln sich mit unberührter Natur, mäßigen Steigungen und Single Trails ab.

Ausgerutscht…

Eine interessante Variante des Achenseelaufes bietet sich mit dem Zweier-Staffelauf. Hier räumen „Die Thüringer“ Rene Groß und Ingo Thurm in 1:30:51 Std. ab. Und jubeln im Ziel wie die Weltmeister. Das stelle ich als aufmerksamer Beobachter des Renngeschehens am Achensee vor allem beim Zieleinlauf vor. Diesen kalten und nassen „Schweinehund“ überwunden zu haben, ließ so manche Emotionen auf den letzten zwanzig Metern des bunten Zieleinlaufes hoch kommen. Die Bilder in der Galerie beweisen das immer wieder, auch wenn sich so mancher Finisher im Übermut auf dem seifenglatten Untergrund einen Ausrutscher leistete – zur Freude der Fotografen. Passiert ist den Stuntmänner- und Frauen Gott sei Dank nichts.

 

 

…und gejubelt

Vielleicht ist ja beim diesem Sauwetter die Genugtuung noch größer, einen der schönsten Panoramaläufe erlebt zu haben. Dazu noch die Genugtuung, gemeinsame Benefizprojekte von TIME IS YOUR LIFE unterstützt zu haben… Jeder dürfte seinen ganz persönlichen Erfolg verbucht haben, je nach Anspruch und Wirklichkeit am Ende im Zielareal am Pertisauer Fischergut. 

Da hat man sich wahrlich auch eine wohltuende Pflege mit den Produkten des Tiroler Steinöls verdient. Oder beim Besuch im Freizeitzentrum ATOLL Achensee. Ja genau, beide sind direkt am Achensee daheim.  

Und schon jetzt darf man schon voraus schauen – auf das Achensee Laufcamp vom 7. bis 10. Mai 2020 und den 21. Achenseelauf Anfang September. Dann wird die Sonne wieder scheinen – so oder so.